Überschrift

Eine werkstofftechnische Sicht auf die additive Fertigung

Die additive Fertigung, weithin auch als 3D-Druck bezeichnet, eröffnet vollständig neue Möglichkeiten in der Fertigung von geometrisch höchst komplexen Strukturen und Bauteilen. Allein auf Basis einer CAD-Zeichnung werden schichtweise Strukturen aufgebaut, die oftmals über konventionelle Fertigungsverfahren nicht realisiert werden können. Allein diese geometrische Gestaltungsfreiheit, und somit die mögliche Individualisierung von Massenprodukten, sorgt für das große Interesse an den entsprechenden Verfahren in vielen industriellen Branchen. Gerade im Bereich der additiven Fertigung metallischer Komponenten ergeben sich jedoch weitere Freiheitsgrade (bzw. Herausforderungen), die eine werkstofftechnische Bewertung der realisierten Strukturen erfordern.

Die den Prozessen der additiven Fertigung inhärenten Charakteristika, d.h. Rascherstarrung, intrinsische Wärmebehandlung, Seigerungsverhalten, Eigenspannungsentstehung etc. erfordern eine umfassende Bewertung der Prozess-Mikrostruktur-Eigenschaftsbeziehungen in den verschiedenen verarbeiteten Legierungen. Einerseits ist hierüber sicherzustellen, dass die verarbeiteten Legierungen sicher und zuverlässig unter gegebenen Belastungsbedingungen eingesetzt werden können, andererseits ergibt sich über eine gezielte Ausnutzung der relevanten Zusammenhänge die Möglichkeit zu einem direkten Mikrostrukturdesign. Im Rahmen des Vortrags werden die wesentlichen Zusammenhänge anhand anschaulicher Beispiele vorgestellt und diskutiert.

Der Referent

Prof. Dr.-Ing. Thomas Niendorf is head of the Metallic Materials group within the Institute of Materials Engineering at University of Kassel since October 2015. Currently, about 20 PhD students are working on numerous research topics, e.g. additive manufacturing, surface treatments, residual stresses, welding, microstructure analysis, fatigue and damage, creep, corrosion, light-weight materials, high-temperature materials, high-manganese steels, shape memory alloys, etc.

Before, he was group leader (Emmy Noether Research Group) at the Institute of Materials Engineering at TU Bergakademie Freiberg. Within this project, his group is focusing on metallic functionally graded materials processed by AM techniques. Based on thorough analyses of process-microstructure-mechanical property relationships, process design as well as fatigue issues are addressed. In 2010 Prof. Niendorf obtained his doctoral degree at the University of Paderborn. In his thesis, he focused on fatigue of ultrafine-grained steels.

Der Vortrag findet am 29. November 2018 um 18 Uhr im Audimax statt.

Metall und 3D-Druck

 

Anmeldung und Details

Datum 29.11.2018
Zeit 18:00 Uhr
Ort
Campus Mosbach, Gebäude E
Lohrtalweg 10, 74821 Mosbach
Raum Audimax
Veranstalter
DHBW Mosbach
Freie Plätze genug
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